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Leben ohne Alkohol: Verzicht ≠ Verzicht

Wer alkoholfrei leben will, kommt um eine Realität voller Alkohol nicht drum herum. Alkohol überall. Doch fühlt sich ein Leben ohne Alkohol nach Verzicht an? Nein, das muss es nicht. Warum nicht, liest du in diesem Artikel.





Heute Morgen, nachdem ich zwei grosse Milchkaffees geschlürft und zwei dicke Stücken Marmorkuchen verdrückt habe (wer mich schon ein bisschen kennt, weiss, dass ich Kuchen zum Frühstück einfach liiiiebe und dass ich, seit ich keinen Alkohol mehr trinke, jede "Ernährungs-Sünde" total feiere, weil nichts meinem Körper so gut tut wie das Weglassen von Alkohol 🥳), haben mein Freund und ich uns um die Buchung unserer Sommerferien gekümmert.


Ein Leben ohne Alkohol ist schön.

Wir planen, zwei Wochen durch die Toskana zu kurven. Kleine hübsche Dörfer in den Hängen, malerische Städtchen voller interessanter Architektur (neben Kuchen liebe ich auch alte Bauweisen und Kunstgeschichte 🤓), köstliche italienische Küche und – keinen Wein für mich im Weinland Toskana.

Das ist für mich absolut kein Problem. Seit ich alkoholfrei lebe, war ich schon x Mal in Gegenden unterwegs, die für ihre Weinkultur weltweit berühmt sind. Gegenden, in denen dir die Weingüter, Wein-Keller und -Geschäfte nur so um die Ohren fliegen. Ich ignoriere es einfach. Es stört mich nicht. Ich labe mich am hervorragenden Essen, das Weingegenden nämlich auch immer zu bieten haben, und alles ist gut.

Nun, als wir uns also heute Morgen auf Airbnb und Co. durch verschiedene kleine Steinhäuser klickten, war ausnahmslos in jeder Bildergalerie ein gedeckter Tisch mit zwei Weingläsern drauf zu sehen. Bei jedem Haus, das wir uns angeschaut haben, wurde mit romantischen Szenen bei Sonnenuntergang und Rotwein geworben. Bei! Jedem! Früher fiel mir das wohl nie so richtig auf, heute allerdings nervte es mich richtig hart. Denn ich dachte:

Mann, das muss sowas von hart sein für Menschen, die gerade dabei sind, sich vom Alkohol zu verabschieden. Alkohol ÜBERALL. Wie soll man da das Gefühl entwickeln können, es ohne Alkohol schaffen zu können?

Diese Sunnenuntergang-Wein-Fotos nähren unsere Vorstellung, aber auch unser Unterbewusstsein permanent mit der tiefen Überzeugung, dass Entspannung, Urlaub und das Geniessen von Kultur nur mit Wein oder anderen lokalen, alkoholischen Produkten möglich ist. Und ich kann mir gut vorstellen, dass vielleicht auch du, , gerade noch an dem Punkt bist, an dem du denkst: Wie soll dieser Verzicht bloss gehen, wenn der Wein doch eigentlich so sehr dazu gehört?

Ich sage dir, wie es geht: Ganz einfach. Vielleicht nicht von Anfang an. Ja, am Anfang kann es schwierig sein, in Gegenden oder an Anlässen unterwegs zu sein, in denen alkoholische Getränke so sehr gesellschaftlich akzeptiert oder Teil der Kultur sind (Urlaub, Geschäftsreisen, Familienfeiern, etc.).



Das legt sich. Irgendwann wird es sich nicht mehr wie Verzicht anfühlen. Ganz sicher. Im Gegenteil sogar: Wenn ich jetzt in einer Gegend unterwegs bin, in der mir die roten und weissen Flüssigkeiten an jeder Ecke über den Weg laufen, bin ich noch viel mehr froh darum, dass ich das nicht mehr brauche. Wirklich.


Ich liebe es einfach, selbst in einer Welt voller Alkohol keinen Alkohol zu brauchen. Alkoholfrei leben ist das grösste Geschenk, das ich mir machen konnte. Ja, ich verzichte auf Alkohol. Aber das ist nicht Verzicht, wie du ihn bisher kennst. Es hat nichts mit dem Gefühl gemein, dich mit Willenskraft vom Trinken abzuhalten. Sondern es fühlt sich richtig und gut an. Befreiend. Es ist befreiender Verzicht, den ich für nichts auf der Welt wieder hergeben will.

Das ist Freiheit. Die schönste Form von Freiheit, die ich mir vorstellen kann. Und Freiheit ist auch, ein kleines Häuschen direkt am Meer gefunden zu haben, in dem ich ein paar Tage verbringen kann, ohne einen einzigen Schluck Wein zu brauchen.


Hast du Lust, noch heute deinen nächsten Schritt in Richtung Alkoholfreiheit zu gehen?

Dann schau dir meine kostenlose 100-Tipps-zum-Anfangen-Liste an. Alle Infos dazu findest du hier: https://www.fraubrehmertrinktnichtmehr.com/100-dinge

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